Ihr PKW in der Privatinsolvenz

Wenn eine Privatinsolvenz angestrebt wird und ein PKW vorhanden ist, stellen sich dem Schuldner viele Fragen.

Ihr Schuldenberater der Ihre Insolvenz betreut wird Ihre Situation analysieren und mit Ihnen natürlich auch, ganz individuell auf Ihren Fall abgestimmt, die weitere Vorgehensweise besprechen.
Es kommt dabei immer auf die Gesamtumstände an wie z.B. ob das Fahrzeug Eigentum, finanziert, geleast oder sicherungsübereignet ist.
Oftmals ist dafür nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eine rechtliche Betrachtung nötig damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

Grundsätzlich wird Ihr vorhandenes Vermögen durch den Treuhänder verwertet, auch Ihr Pkw.

Falls Sie den Pkw jedoch für den Weg zur Arbeit benötigen kann es sein, dass eine Unpfändbarkeit des Fahrzeugs vorliegt.
Allerdings kann man Sie auch auf öffentliche Verkehrsmittel verweisen, sofern diese zugänglich sind.

Ebenfalls kann Ihr PKW unter den Pfändungsschutz fallen, wenn Sie ihn zur Ausübung Ihres Berufes benötigen. Es ist hilfreich, wenn Sie dazu von Ihrem Arbeitgeber ein Bestätigungsschreiben erhalten, wonach Sie das Fahrzeug zur Ausübung Ihres Berufes brauchen.
Legen Sie dem Insolvenzverwalter dieses Bestätigungsschreiben vor, wird er in den allermeisten Fällen auf die Verwertung verzichten.

Auch Einschränkungen des Fahrzeuginhabers z. B. Krankheit oder Behinderung sind zu berücksichtigen.

Nicht verwertet werden in der Regel Fahrzeuge die einen bestimmten Wert nicht überschreiten.
Der Betrag bzw. Verkehrswert für das Fahrzeug liegt etwa bei ca. – 500 €.

Eine weitere Möglichkeit ist die Auslösung des Fahrzeugs aus der Insolvenzmasse.

Falls dies möglich ist bzw. vom Treuhänder angeboten wird, müssen Sie Ihr Auto auf Ihre Kosten bewerten lassen und dem Treuhänder dann den ermittelten Wert zur Insolvenzmasse bezahlen (d. h., Sie kaufen dem Insolvenzverwalter Ihr eigenes Auto ab).
Dies kann in bestimmten Situationen durchaus eine gangbare Lösung darstellen.

Wenn Sie sich in oder kurz vor der Privatinsolvenz befinden sollten Sie davon absehen den PKW “in Sicherheit“ zu bringen.
Eine Eigentumsübertragung an Verwandte oder Freunde in zeitlicher Nähe zu einer Privatinsolvenz ist ungünstig. Zudem wird es als Vermögensverschiebung bewertet und kann von Ihrem Treuhänder rückabgewickelt werden.

Solche Vorgehensweisen kurz vor einem Insolvenzverfahren gefährden nicht nur den Erfolg der Privatinsolvenz und damit die Restschuldbefreiung, sondern sind schlicht und ergreifend strafbar.

Wenn Sie auch nur im Ansatz der Meinung sind das Ihre Schuldensituation kompliziert sein könnte, ist es anzuraten eine Stelle zu Schuldenberatung aufzusuchen in der Sie wirtschaftliche und rechtliche Beratung bekommen.

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